Thoma Michèle

Ausstellungskatalog - In der Ausstellung „aufbewahrt! Literarisches Leben in Selbstzeugnissen, Dokumenten und Objekten“ zeigt das Literaturarchiv in Mersch an 18 Beispielen Lebensdokumente aus ausgewählten Beständen. / Als ›Lebensdokumente‹ gelten einem geläufigen, international anerkannten und im CNL angewandten Regelwerk (RNA = Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen) alle Materialien der beruflichen und privaten Lebensführung eines Autors. Im Konkreten handelt es sich um Ausweise, Verträge, Urkunden, Einkaufszettel, Reiseunterlagen, Tagebücher, sofern sie nicht einen überwiegend literarischen Charakter haben, Notizhefte, Personalpapiere, Lebensläufe, Belege der Schulzeit und des Universitätsstudiums, Privatakten, Privatfotos, Dokumente der Wirtschafts- und Vermögensverhältnisse (z. B. Steuererklärungen, Kontoauszüge der Bank) usw. / Die Lebensdokumente werden in vier Räumen präsentiert. Im Raum „Einsichten“ werden Dokumente des literarischen Lebens vorgestellt, wobei Protokollbücher von literarischen und kulturellen Organisationen, Dokumente von Theaterhäusern sowie Ausweise, Diplome und Ehrungen im Mittelpunkt stehen. Im Raum „Augenblicke“ bilden Fotos und Fotoalben den Ausgangspunkt literaturhistorischer und biografischer Beiträge. Im Raum „Momentaufnahmen“ wird Einblick in Notate und Aufzeichnungen von Autoren gegeben, die in Tagebüchern und Notizheften Episoden aus ihrem Leben festhalten. Und „Handgreifliches“ schließlich stellt die Welt der Objekte vor: Sie umfasst Schreibutensilien, Gemälde und Alltagsgegenstände. / Zu beantworten bleibt die Frage: Was zeigt eine Literaturausstellung? Das Leben oder die Literatur?