Di Bartolomeo Anja

Avec les contributions de 32 auteurs : Jean Back, Ulrike Bail, Raoul Biltgen, Ian De Toffoli, Anja Di Bartolomeo, Tullio Forgiarini, Pol Greisch, Gast Groeber, Samuel Hamen, Roland Harsch, Guy Helminger, Nico Helminger, Jhemp Hoscheit, Pierre Joris, Francis Kirps, Rafael David Kohn, Anise Koltz, Anna Leader, Carla Lucarelli, Roland Meyer, Tom Nisse, Gilles Ortlieb, Antoine Pohu, Jean Portante, Nathalie Ronvaux, Jeff Schinker, Lambert Schlechter, Elise Schmit, Jean Sorrente, Margret Steckel, Hélène Tyrtoff & Nora Wagener. En 2019, le photographe Philippe Matsas partit à la rencontre de 32 auteur(e)s qui lui ouvrirent leurs univers. Le Centre national de littérature (Luxembourg) demanda à ces mêmes auteur(e)s de livrer un ‹ agenda littéraire ›, compte rendu de leur travail et de leur quotidien d’écrivain durant le mois d’octobre de la même année. 19 10 PM recueille ces points de vue et croisements. / « Ce qu’on aimerait savoir c’est non pas précisément où, quand, comment les écrivains écrivent, leur histoire et leurs goûts, mais deviner l’endroit intime à partir duquel les mots s’activent. » (Philippe Matsas) / « 19 10 PM s’est construit autour des principes de la rencontre et du rendez-vous, embrassant tout à la fois hasard et préméditation. » (Ludivine Jehin & Claude D. Conter)

Nach Exit Schattenkopf ist Chamäleons das zweite Buch von Anja Di Bartolomeo, mit dem diese Schriftstellerin im Dezember 2017 als Preisträgerin im Nationalen Literaturwettbewerb in Luxemburg ausgezeichnet wurde. / „Alles was man unterdrückt, taucht irgendwann wieder auf. Wenn das Verborgene wieder an der Oberfläche erscheint, ist man allein. Den unendlichen, fremden Horizont vor den unruhigen Augen, die sich mit dem schnell pochenden Herzen zu einem Ungewissheitstanz synchronisieren. Wenn das Innere sich nach außen kehrt, ist jeder auf sich gestellt. Es gibt keinen guten und auch keinen bösen Geist, der einem dann zur Seite steht. Es gibt niemanden. Und nichts. Nichts als den Weg, der weit und dunkel vor dir liegt.“ / Anja Di Bartolomeos Figuren sind Einzelgänger im schnellen Atem der Stadt. Sie warten und sind auf der Suche. Am Flughafen, vor fremden Häusern und in der Geisterbahn. Sie könnten ausbrechen. Sie sind wie wir. Chamäleons denen irgendwann die Farbe ausgeht. / Da ist Paul, der von Flughafen zu Flughafen und von Krise zu Krise reist und sich dabei selbst aus den Augen verliert. Es könnte anders sein. Wenn er sich nur losreißen könnte. / Da ist der nette Jimmy, der es einfach nicht schafft, das Leben der anderen zu leben. Untertaucht, wiederauftaucht und wieder verschwindet. Seine Freunde machen sich auf die Suche. Doch wonach eigentlich? / Gerti will in den Park. Zu den Blumen und den Tauben. Sie trifft Clemens, der nur eines im Kopf hat. Endlich den großen Coup landen und von seinem Chef mit Vornamen angesprochen werden. Alles kommt anders / Sophie will ihren ersten Achttausender schaffen, die ganz große Coverstory. Um jeden Preis. Doch was ist der Preis? / Klara hat Nachtschicht. Morgen wird Joachim Metzger tot sein. Sie hat wenig Zeit, sich zu entscheiden. Acht Stunden um abzuschließen und endlich Rache zu nehmen. / Konstantin wechselt nur das Büro. Und Marie will eigentlich nur einen Brief abgeben. Auf dem Spiel steht so viel mehr. / In den acht Erzählungen geht um alles oder nichts. Um die kalte Angst vor dem nackten Leben und die unfassbare Grausamkeit, Entscheidungen zu treffen.

Details
Sprooch Däitsch
Auteur Di Bartolomeo Anja
Kategorie Literatur - Erzielung
Sujet Condition humaine
Parution 2017
Medium Buch
Editeur Op der Lay

In den eigenen Gedanken nimmt man kein Blatt vor den Mund − deswegen schrecken die Akteure in den beiden Erzählungen, die unter dem Buchtitel «Exit Schattenkopf» erschienen sind, auch nicht davor zurück, in ihren inneren Monologen düsteren Gedankengängen nachzuhängen, verwenden mit Vorliebe Kraftausdrücke und reden Dirty Talk mit sich selbst. Sie sind auf der Suche: Nach dem Licht am Ende des Tunnels und vor allem nach sich selbst. Anja Di Bartolomeo reiht sich mit ihrer ersten Buchveröffentlichung in die Bewegung der Trash-Literatur ein.

Details
Sprooch Däitsch
Auteur Di Bartolomeo Anja
Kategorie Literatur - Erzielung
Sujet Trash
Parution 2011
Medium Buch
Editeur Op der Lay

Michael ist zu spät. Vielleicht verpasst er den Zug. Dieser wird in Kürze abfahren. Mit oder ohne ihn. Alle warten sie auf ihn. Und auch das Leben, das eigentlich gar nicht mehr sein Leben ist. Was, wenn er es einfach darauf ankommen lässt. Einfach zu spät kommt. Nicht einsteigt. Ist es dann wirklich zu spät oder öffnet sich eine neue Tür? / Da ist der Vater, der seine Tochter seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Er weiß, er trägt Verantwortung. Er weiß, die Wunden sitzen tief. Als sie sich meldet, ist plötzlich wieder alles möglich. Oder doch nicht? / Für Klaus Michalsky ist es am Ende zu spät. Für die anderen, die immer unter ihm gelitten haben, ist alles ganz anders. Die Grenzen sind verwischt. Es ist alles eine Sache des Blickwinkels und der Interpretation. Zu spät und nicht zu spät. Zu spät, um zu verzeihen. Zu spät, um sich aufzulehnen oder eine Entscheidung zu treffen. Wann ist es zu spät und gibt es dann überhaupt noch einen Ausweg. Was überwiegt? Kampfgeist oder Resignation. Einsicht oder Verleugnung. Hoffnung versus Aufgabe. Mut versus Stagnation.“ - Zu spät. Nicht zu spät. Oder vielleicht doch zu früh? Kann es eigentlich je zu spät sein? Anja Di Bartolomeos Erzählungen beleuchten die unterschiedlichen Aspekte einer häufig leicht dahingesagten Floskel. Und lassen den Leser am Ende selbst entscheiden.

Details
Sprooch Däitsch
Auteur Di Bartolomeo Anja
Parution 2019
Medium Buch
Editeur Op der Lay