»Früher war alles viel besser!« Das mag zu Beginn des Buches stimmen, denn hier beschreibt Erna Funck eine idyllische Vorkriegsjugend in den belgischen Ardennen.
Lesen bestimmte das Leben der Autorin in ihrer Kindheit, und so tauchen so manche Erinnerungen an Balladen und Sprichwörter auf, die man damals lernte. Als Kind versteht man zwar noch nicht viel von »Polletik«, aber man bekommt doch vieles von der politischen Entwicklung mit. So spürt man das Anwachsen der nationalsozialistischen Bewegung im Nachbarland Deutschland. Und der Krieg bricht schließlich aus. Und damit ändert sich für die deutschsprachige belgische Bevölkerung alles radikal. Die Belgier werden sofort von den deutschen Besatzern zu Reichsdeutschen erklärt, müssen mit in den Krieg. Und die Situation wird immer grotesker: St. Vith geht in einem Bombenteppich unter, ohne Dach über dem Kopf beginnt eine Flucht nach Deutschland – und anschließend kommt eine erniedrigende Wiederkehr nach der deutschen Kapitulation.
Erna Funck wurde in Neu-Belgien geboren wurde, lebte danach aber lange in Luxemburg. Sie erweist sich in diesem Buch als hervorragende Erzählerin und schafft es, die Problematik unserer nördlichen Nachbarn darzustellen. Mit der lebhaften Beschreibung ihrer Jugendzeit (die in Luxemburg sah kaum anders aus) werden sich mit Sicherheit bei einer ganzen Generation Erinnerungen über Erinnerungen einstellen. Vor allem solche an eine genügsame, aber vor allem gemütliche Zeit.
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